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Thomas Hampson

Thomas Hampson

Der amerikanische Bariton Thomas Hampson zählt zweifellos zu den innovativsten und facettenreichsten Musikern unserer Zeit. Für sein künstlerisches Wirken und seine Rolle als kultureller Wegbereiter wurde er mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt. Sein Opernrepertoire umfasst mehr als 80 Rollen, und seine Diskografie mit über 170 Einspielungen wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem GRAMMY Award, dem Edison Award und dem Grand Prix du Disque.

Hampson tritt regelmäßig auf den bedeutendsten Bühnen der Welt auf – von der Metropolitan Opera über die Opéra national de Paris, das Opernhaus Zürich und die Wiener Staatsoper bis hin zum Teatro alla Scala, dem Royal Opera House, der San Francisco Opera, der Lyric Opera of Chicago, dem Teatro Real de Madrid, dem Teatro Colón und vielen weiteren.

Seine künstlerische Spannweite reicht von Rossinis Eleganz über die dramatische Tiefe Verdis bis zu den modernen Ausdrucksformen zeitgenössischer Werke. Er verkörpert Figuren, die das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen abbilden. Besonders geschätzt sind seine Mozart-Interpretationen – darunter Don Giovanni, Graf Almaviva in Le nozze di Figaro und zuletzt Don Alfonso in Così fan tutte. Als gefeierter Verdi-Sänger brilliert er unter anderem als Simon Boccanegra, Rodrigo in Don Carlo, Germont in La traviata und Don Carlo in Ernani. Ebenso engagiert setzt er sich für die zeitgenössische Oper ein und wirkt regelmäßig an Uraufführungen mit, darunter Mikael Karlssons Fanny und Alexander, Stefan Wirths Girl with a Pearl Earring, Rufus Wainwrights Hadrian und Miroslav Srnkas South Pole.

In dieser Saison ist Hampson in zwei modernen Opernrollen zu erleben: als Titelheld in John Adams’ Nixon in China, zunächst an der Pariser Oper unter Kent Nagano und später mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons in der Symphony Hall, der Carnegie Hall und beim Tanglewood Festival. Darüber hinaus übernimmt er beim BSO erneut die Rolle des Alten Arztes in Samuel Barbers Vanessa.

Auch im Konzertfach ist Hampson international gefragt. Mit Orchestern von Weltrang erarbeitet er ein breites Repertoire, das von Orchesterliedern und Chansons bis hin zu amerikanischen Kunstliedern und Jazz-Standards reicht. In dieser Saison singt er Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit dem NHK Symphony Orchestra und Schönbergs Ode an Napoleon mit dem Danish National Symphony Orchestra. Mit dem Zürcher Kammerorchester gestaltet er ein Konzert mit festlichen Weihnachtsliedern, bevor er in der Carnegie Hall mit dem American Symphony Orchestra bei der prominent besetzten Christmas Night Opera Gala auftritt. Außerdem präsentiert er mit der Wiener Akademie und dem Hamburger Kammerballett Freedom Unbound – ein außergewöhnliches Programm aus Musik, Rezitation und Tanz, das in weiteren Aufführungen fortgesetzt wird.

Als inspirierender Interpret und leidenschaftlicher Förderer des Liedgesangs versteht es Hampson wie kaum ein anderer, durch die Intimität seiner Kunst eine besondere Nähe zum Publikum zu schaffen. Seine sorgfältig konzipierten Programme, häufig gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Wolfram Rieger, sind in renommierten Sälen wie dem Brucknerhaus Linz, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Beethoven-Haus Bonn, Schloss Elmau, der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie de Paris, der Elbphilharmonie Hamburg und dem Kulturpalast Dresden zu erleben. Mit der Akkordeonistin Ksenija Sidorova präsentiert er zudem eine außergewöhnliche Fassung von Schuberts Winterreise, die unter anderem beim Verbier Festival, dem Bergen Festival, im Kings Place London und in der Tonhalle Zürich aufgeführt wird.

In dieser Saison setzt Hampson die Zusammenarbeit mit Wolfram Rieger fort und bringt ein Mahler-Programm nach China, mit Stationen beim Shenzhen Belt Road Festival, dem Macau Festival und der Changsha Concerto Hall. Zudem interpretieren beide die Winterreise im Festspielhaus Baden-Baden. Ein weiteres Highlight ist Hampsons Auftritt beim Aspen Music Festival mit einem reinen amerikanischen Liederabend – einem Genre, dem er sich mit unvergleichlichem Engagement widmet.

Über seine künstlerische Arbeit hinaus prägt Hampson auch die musikalische Ausbildung und Kulturvermittlung. Er ist Honorarprofessor an der Universität Heidelberg, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Kammersänger der Wiener Staatsoper sowie Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres. Zahlreiche Ehrendoktorwürden sowie die gemeinsame Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille mit Wolfram Rieger unterstreichen seine Bedeutung. Zudem ist er Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Lied Akademie Heidelberg und gründete 2003 die Hampsong Foundation, die den Gesang als Medium des interkulturellen Dialogs fördert. Seine internationalen Meisterkurse sind über Medici.tv, die Manhattan School of Music und die Hampsong Foundation weltweit zugänglich. Darüber hinaus ist er als Berater für Opera for Peace tätig.

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